War for Talents: Betriebliche Krankenversicherung für die Mitarbeiterakquise

Ein zunehmender Fachkräftemangel fordert Arbeitgeber weltweit, um Talente zu kämpfen. Damit sie im Wettbewerb gewinnen, müssen sie Einfallsreichtum zeigen und bei der Personalsuche neue Wege beschreiten. Doch was können sie Talenten bieten, um diese von sich zu überzeugen? Und wie gelingt es, bestehendes Personal langfristig zu halten? Ein wichtiges Instrument bietet ihnen die betriebliche Krankenversicherung (bKV).

Die betriebliche Krankenversicherung verschafft Arbeitnehmern zahlreiche Vorteile und wird auch bei Unternehmen zunehmend beliebter. Die Covid-19-Pandemie und neue steuerliche Vorteile dürften diesen Trend noch weiter verschärfen. Das Thema Gesundheitsvorsorge ist hochpräsent – sowohl für Arbeitnehmer als auch für Arbeitgeber. Unternehmen sind daher gut darin beraten, auf den Trend zu reagieren, um sich einen Wettbewerbsvorteil zu sichern.

Welche Möglichkeiten gibt es?

Grundsätzlich können Arbeitgeber aus verschiedenen Modellen der betrieblichen Krankenversicherung wählen. Besonders empfehlenswert ist dabei die „obligatorische bKV“, nach der alle Mitarbeiter automatisch gleichermaßen versichert sind. Dabei ergänzt sie die Leistungen der gesetzlichen Krankenversicherung sinnvoll und umfasst drei wichtige Aspekte:

  1. Es findet keine Gesundheitsprüfung der Mitarbeiter statt.
  2. Es gibt keine Altersbeschränkung.
  3. Es findet kein Ausschluss bei Vorerkrankungen statt.

Alternativ können Unternehmen eine „fakultative bKV“ anbieten. Der Unterschied: Arbeitnehmer genießen zwar auch hier finanzielle Vorteile bei der Versicherung über ihren Arbeitgeber, allerdings müssen sie den Antrag auf die Versicherung zunächst selbst stellen. Fragen zum Gesundheitszustand müssen zwar nicht zwingend beantwortet werden, eine Nichtbeantwortung kann aber zu einem Versicherungsausschluss bestimmter Krankheiten, wie z.B. Bluthochdruck, Diabetes und deren Folgeerkrankungen führen, sofern diese bei Vertragsabschluss bereits bestehen.

Eine weitere Möglichkeit besteht in der Mischfinanzierung, bei der ein Arbeitgeber sich beispielsweise zu 50 Prozent an den Beitragszahlungen beteiligt. Da der Versicherer hierfür jedoch eine Mindestanzahl an Mitarbeitern vorschreibt, ist es schwierig das Erreichen einer Mindestquote im Vorfeld einzuschätzen.

Der Vergleich zeigt: Die „obligatorische Krankenversicherung“ ist besonders attraktiv für Arbeitnehmer. Da dieses Modell entscheidende Vorteile zusätzlich zur gesetzlichen Krankenversicherung bietet, dürfte sie als Bonus für viele eine große Rolle bei der Entscheidung für den Job spielen.

Steuerfreie Zusatzleistungen nutzen

Das Angebot für Belegschaften ist umso attraktiver, da Leistungen einer bKV für den Beschäftigten steuerfrei sind. Von einzeln ausgewählten Bausteinen (z.B. Zahnzusatzversicherung) über Budgettarife, die entweder leistungsgebunden oder im ambulanten Bereich als frei verfügbare Budgetleistungen wählbar sind, ist vieles möglich.

„Wir müssen uns vom klassischen Versicherungsgedanken lösen“

Insbesondere im Bereich der betrieblichen Krankenversicherung sollten heute nicht die Schadensbegrenzung, sondern viel mehr die Gesundheitsvorsorge und Assistance-Leistungen im Vordergrund stehen. Uwe Jüttner, bKV-Experte beim Beratungs- und Dienstleistungsunternehmen Aon sieht hier klare Vorteile für Unternehmen: „Indem Arbeitgeber ihren Fokus auf Risikoeinschätzung, Prävention und Beratung legen, sorgen sie von Anfang an für weniger Krankheitsfälle und vermeiden hohe Ausfallkosten. Neben der Kostenersparnis profitieren sie außerdem von einem positiven Image. Denn besondere Leistungen sprechen sich rum.“

So enthalten die meisten bKV-Verträge heute sinnvolle Assistance-Leistungen oder eine ärztliche Videotelefonie, die eine Erstdiagnose ermöglicht. Hier können sich Mitarbeiter mit gesundheitlichen Beschwerden zunächst per Video-Chat mit Ärzten aus den verschiedensten Fachrichtungen beraten lassen. Der Arzt empfiehlt dann aufgrund der beschriebenen Symptome, wie der akute Handlungsbedarf aussehen sollte. Auf diese Weise lassen sich krankheitsbedingte Ausfälle erheblich verringern. Zusätzlich kann im Rahmen einer bKV die schnelle Vermittlung von Fachärzten gewährleistet werden. Während Arbeitnehmer bei ihrer gesetzlichen Versicherung mitunter mehrere Monate auf einen Facharzttermin warten müssen, können bei einer betrieblichen Lösung akute Symptome schneller behandelt werden.

Mit welchen Kosten müssen Unternehmen rechnen?

Seit Beginn des Jahres gelten bKV-Beiträge als Sachlohn und bringen somit steuerliche Vorteile mit sich. Die Kosten unterscheiden sich je nach Vertrag, wobei eine gute Lösung bereits ab 15 oder 20 Euro pro Mitarbeiter möglich ist. Welche Versicherungslösung die richtige ist, muss meist individuell betrachtet werden. Aon verfügt über ein umfangreiches Know-how im Bereich Personalmanagement und „Insured Benefits“ und berät Unternehmen gerne zu persönlichen und idealen Lösungen.

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Uwe Jüttner
Product and Carrier Manager
+49 69 29727-6490

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