ESG als wirkungsvolles Instrument der Mitarbeiterbindung

Kaum ein Unternehmen kann sich seiner sozialen, ökologischen und ökonomischen Verantwortung mehr entziehen. Nicht nur viele Investoren und Führungskräfte orientieren sich bei der strategischen Bewertung von Unternehmen inzwischen maßgeblich an den ESG-Kriterien Umwelt (E=Environment), Soziales (S=Social) und Unternehmensführung (G=Governance). Auch immer mehr Mitarbeitende legen großen Wert darauf, dass die Werte ihres Arbeitgebers mit den eigenen übereinstimmen.

Von der Gewinnung und Bindung neuer Talente bis hin zur Resilienz eines Unternehmens kann die Integration von ESG-Faktoren in die Personalstrategie Arbeitgebern heute daher entscheidende Wettbewerbsvorteile sichern.

Wie ESG-Kriterien Unternehmen beeinflussen

Die ESG-Kriterien dienen zur Bewertung, ob und in welchem Umfang ein Unternehmen auf sozialer, ökologischer und ökonomischer Ebene nachhaltige Strategien umsetzt. Umweltthemen fließen in diese Bewertung ebenso ein wie Faktoren der Sozialverträglichkeit und Unternehmensführung. Herrschen am Arbeitsplatz faire Bedingungen? Werden Mitarbeitende in ihrer Arbeits- und Lebenssituation unterstützt? Gibt es Aktivitäten, um Emissionen einzusparen und Korruption zu verhindern? Unternehmen werden dazu aufgefordert, sich ganzheitlich mit den langfristigen Auswirkungen ihres wirtschaftlichen Handelns zu befassen.

Mit wachsendem Bewusstsein hat sich die Relevanz für ESG-Themen in den letzten Jahren dabei von der Vorstandsetage auf Arbeitnehmer ausgeweitet. Mitarbeitende möchten wissen, welche Werte ihr Arbeitgeber vertritt, welche Maßnahmen initiiert werden und wie sie sich einbringen können. Ein entscheidender Katalysator war hier unter anderem die Corona-Pandemie. Sie gab Mitarbeitenden die Gelegenheit umzudenken, herauszufinden, was ihnen wichtig ist und zu überlegen, wie sich das auf ihre tägliche Arbeit auswirkt.

Chancen nutzen

Ein Umdenken, das viele Unternehmen ohne Frage vor neue Herausforderungen stellt, gleichzeitig aber auch viele Chancen und neue Möglichkeiten birgt. Indem Mitarbeitende Themen wie dem Klimawandel, Inklusion oder Vielfalt zunehmend eine hohe Priorität beimessen, erkennen auch Führungskräfte, wie wichtig es ist, unternehmerische Verpflichtungen mit authentischen Maßnahmen und einem werteorientierten Ansatz zu verbinden, um Talente gewinnen und sie langfristig halten zu können. Bereits in der Vergangenheit implementierten viele Unternehmen Aktivitäten, die mit den ESG-Kriterien in Einklang zu bringen sind. Um die Effektivität dieser Bemühungen zu maximieren, sollten Arbeitgeber nun jedoch strategisch denken.

Es empfiehlt sich, zunächst eine Bestandsaufnahme aller Maßnahmen durchzuführen, die für Mitarbeitende bereits initiiert wurden und anschließend zu analysieren, wie diese mit der ESG-Strategie und den Zielen des Unternehmens übereinstimmen. Basierend darauf wird es Arbeitgebern leichter fallen zu erkennen, in welchen Bereichen wertvolle Potentiale schlummern, kurz- und langfristige Maßnahmen und Ziele für diese Bereiche zu entwickeln und eine spezifische „ESG-Mitarbeitenden-Strategie“ zu etablieren, die im Einklang zu den übergeordneten ESG-Unternehmenszielen steht. Diese spezifische Strategie sollte auf Leitungsebene initiiert und in enger Zusammenarbeit mit der Personalabteilung schrittweise umgesetzt werden.

Strategische ESG-Investitionen

In der Ausgestaltung der ESG-Workforce-Strategie eröffnen sich Unternehmen dabei verschiedene Optionen. Um das Engagement und die Verbundenheit der Mitarbeitenden mit dem Unternehmen zu erhöhen, kann es zum einen sinnvoll sein, Investitionen und Vorsorgelösungen an den Werten und ESG-Zielen des Unternehmens auszurichten. Auch über die gezielte Auswahl von nachhaltigen Kooperationspartnern oder den Bereich der Corporate Benefits kann es gelingen, ESG-Ziele und Unternehmenswerte zu verankern. Wenn zunächst auch eine Herausforderung, können Arbeitgeber ebenso aus der Ferne einen positiven Einfluss auf ihre Mitarbeitenden im Homeoffice ausüben. Würde vor Ort in eine nachhaltige Büroausstattung oder gesunde Lebensmittel investiert werden, sollte die Personalabteilung nun über die Einbettung von ESG-Maßnahmen nachdenken, die sich auch dann positiv auf die Arbeitnehmer auswirken, wenn diese aus der Ferne arbeiten.

Digitale Gesundheitskurse, Wellbeing-Gutscheine und ergonomisches Zubehör für den Arbeitsplatz sind Angebote, mit denen dies gelingen kann. Ein spürbares Plus an Sicherheit erfahren Mitarbeitende durch die Absicherung von Lebensrisiken – sei es, dass Unfallrisiken lückenlos versichert oder Hausratschäden gedeckt werden, dass sie Zugriff auf einen guten Rechtsschutz bekommen oder ihre Arbeitskraft finanziell abgesichert wird. Aon hat in Ergänzung zu sinnvollen arbeitgeberfinanzierten Lösungen, wie beispielsweise betriebliches Gesundheitsmanagement, finanzielle Vorsorge oder Mobilität, dafür das „MitarbeiterPlus“-Programm entwickelt: Je nach persönlichem Bedarf erhalten die Beschäftigten qualitativ hochwertigen privaten Versicherungsschutz zu attraktiven Konditionen.

Besonders vorteilhaft ist dies bei der Absicherung des Arbeitseinkommens. Denn etwa jeder vierte Berufstätige kann aufgrund eines Unfalls oder einer Erkrankung nicht mehr in seinem Beruf arbeiten. Immer öfter hat dies psychische Ursachen. Mit einer Berufsunfähigkeitsversicherung lässt sich ein finanzielles Sicherheitsnetz spannen, dass den Mitarbeitenden im Leistungsfall finanziell auffängt. Arbeitgeber können daher mit einer entsprechenden Gruppenlösung nicht nur ihre Sozialkompetenz stärken, sondern auch einen wesentlichen Beitrag zur Erfüllung ihrer Fürsorgepflicht erfüllen.

Maßnahmen wie diese werden auf lange Sicht nicht nur dazu beitragen, eine glücklichere und gesündere Belegschaft aufzubauen, sondern auch Talente anziehen, denen es wichtig ist, für ein Unternehmen zu arbeiten, dessen Werte und Aktivitäten darauf abzielen, sich auf aktuelle und zukünftige Herausforderungen vorzubereiten und diese zu meistern.

Aon unterstützt Unternehmen dabei, geeignete Maßnahmen zu finden und diese im Arbeitsalltag zu etablieren und steht Kunden jederzeit beratend zu Seite. Aufgrund eines großen Netzwerks und langjährigen Erfahrungen im Bereich Human Resources, können die Aon Experten gezielte Empfehlungen für nachhaltige Kooperationspartner und Mitarbeiter-Benefits geben.


ESG

Regierungen, Unternehmen und Zivilgesellschaften stehen vor immer größer werdenden Herausforderungen: Sie alle sind aufgefordert, ihr Handeln so auszurichten, dass ein menschenwürdiges Leben überall auf der Welt möglich ist und die natürlichen Lebensgrundlagen dauerhaft bewahrt werden. Diese Handlungsmaxime umfasst ökonomische, ökologische und soziale Aspekte, auch bekannt als die sogenannten ESG-Kriterien.

ESG, das ist der Dreiklang aus Environment (Umwelt), Social (Soziales) und Governance (verantwortungsvolle Unternehmensführung).

Der Bereich Environment beinhaltet Themen wie Umweltschutz, Energieeinsparung oder Entsorgung und Recycling.


Der Faktor Social beschäftigt sich unter anderem mit Chancen- und Lohngleichheit, sozialem Engagement oder der Einhaltung von Menschenrechten.


Governance legt den Fokus auf Transparenz und eine nachhaltige Unternehmensführung, unter anderem auch in der Finanzierung.

Nachhaltigkeit betrifft heute also nicht nur Umweltaspekte, sondern wird weitaus breiter gedacht.

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