Schaden-Expertise wichtiger denn je: Harte Marktphase macht Schadenbearbeitung anspruchsvoller

Wir haben es in Deutschland derzeit mit dem härtesten Markt seit 20 Jahren zu tun. Konkret bedeutet das: Es herrscht ein Unterangebot an Erst- und Rückversichererungsschutz, was flächendeckend für steigende Prämien sorgt. Auch im Schadenfall wirkt sich diese Marktsituation massiv aus.

Versicherte Unternehmen sind deshalb zunehmend auf Unterstützung bei der Schadenbearbeitung angewiesen. Als breit aufgestellter Risikoberater verfügt Aon über entsprechendes Know-how und die erforderlichen Ressourcen.

Kristina Strube, Head of Claims, und Hannah Ridder, Claims Development Manager, wissen, worauf es bei der Beratung im Schadenfall in diesem Marktumfeld ankommt.

„Die Beratung im Schadenfall wird immer komplexer“

Das bedeutet, dass spezielle Expertise immer wichtiger wird. Ein tiefgreifendes Verständnis der vereinbarten Bedingungen, der aktuellen Rechtsprechung, umfassende Marktkenntnisse und ein breites und internationales Netzwerk sind bei der Beratung im Schadenfall inzwischen unverzichtbar. Dies gilt natürlich umso mehr, je größer ein Schaden ist. Denn die Erfahrung hat gezeigt, dass insbesondere bei Großschäden immer genauer auf einzelne Kostenpositionen geschaut wird, auch wenn diese im Verhältnis zur Gesamtschadensumme teilweise in keiner Relation stehen.

Als zuverlässiger Partner berät Aon Kunden und übernimmt im Schadenfall die Verhandlungen mit den Versicherern. „Auch wenn wir mit zahlreichen Versicherern in einem vertrauensvollen Verhältnis zusammenarbeiten, macht sich die Marktsituation in der Regulierungspraxis und der strategischen Ausrichtung der Versicherer bemerkbar,“ meint Kristina Strube.

„Viele Versicherer binden bei komplexen Großschäden spezialisierte Anwaltskanzleien ein. Teilweise werden die Schäden vollständig dort bearbeitet oder aber es erfolgt ein Monitoring der Schadenbearbeitung des Versicherers durch dessen „Legal Council“. Auf diesen Trend ist Aon durch seine Aufstellung bestens vorbereitet. Wir haben die Experten, die auf höchstem Niveau mit Anwaltskanzleien über die komplexesten Fragestellungen diskutieren können,“ sagt Kristina Strube.

„Zudem muss durch die Marktverknappung zur Auffüllung fehlender Kapazitäten immer häufiger auf internationale Versicherungsmärkte ausgewichen werden, ergänzt Hannah Ridder. „Dies hat insbesondere bei großen Versicherungsprogrammen zur Folge, dass nicht selten im Schadenfall unterschiedliche Bedingungen, Versicherungssummen und Selbstbehalte Anwendung finden. Hierbei helfen uns unsere weltweit bestehenden Eskalationsvereinbarungen mit 70 Versicherern, die uns einen direkten Zugriff auf globale Entscheider der Versicherer ermöglichen.“

Der Trend setzt sich fort

Die Problematik der Marktverknappung wird sich auch in Zukunft noch weiter verschärfen, beispielsweise weil Versicherer ihre Zeichnungskapazitäten in bestimmten Branchen reduzieren. Daher erlangen Schadenprävention und Risikomanagement immer größere Bedeutung. Auch hier steht Aon seinen Kunden als ganzheitlicher Berater mit diversen Serviceleistungen in seinem Bereich „Claims Advocacy“ zur Seite.


Autoren-Info

Kristina Strube

Nach ihrem 2. Juristischen Staatsexamen widmete Kristina Strube ihre volle Expertise der Versicherungsbranche und arbeitete seitdem in den verschiedensten Bereichen, Positionen und Führungsrollen. Heute ist sie als Head of Claims in Deutschland tätig.

Und wie steht’s mit Job und Kindern heute? Homeoffice und Homeschooling: Eine Kombi, die viele berufstätige Eltern gerade erleben. Kristina Strube rät zu Gelassenheit und einer großen Portion Humor. „Kürzlich hatte meine Tochter eine Frage zu ihren Aufgaben. Als sie die vielen Gesichter in der Videokonferenz sah, schrieb sie mir einen Zettel, legte ihn in ein Playmobil-Auto und steuerte es gegen meinen Fuß.“

Hannah Ridder

Hannah Ridder gehört zu den jungen Kolleginnen, die sich für eine Karriere in der Versicherungsbranche entschieden haben. So absolvierte sie zunächst ihr duales Bachelorstudium bei Aon. Im Anschluss arbeitete sie als Referentin des CCO/CROs von Aon und schloss parallel einen berufsbegleitenden Master in der Wirtschaftsinformatik ab. Seit 2020 geht sie in ihrer Rolle als Claims Development Managerin bei Aon voll auf.


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