Mitarbeitenden durch Mentoring-Programme Denkanstöße geben und individuelle Stärken fördern

Die eigenen Mitarbeiter sind das Kapital eines Unternehmens und insbesondere im heutigen War of talents wichtiger denn je. Jeder, der sich weiterentwickeln will, sollte deshalb aktiv vom Unternehmen gefördert werden. Zum Beispiel mit einem Mentoring Programm, das immense Vorteile für Arbeitgeber und Arbeitnehmer bringen kann. Ann-Kathrin Kisting, Head of Client Service Management bei Aon in München, war selbst vor Kurzem Mentee im Aon Programm „Mentor Power“ und möchte ihre Erfahrungen nicht mehr missen. Im Interview erzählt sie, was ihr die Zusammenarbeit mit ihrem Mentor gebracht hat, welche Ziele sie verfolgte und warum jedes Unternehmen ihrer Meinung nach eine Mentoring-Möglichkeit anbieten sollte.

Wie sind Sie auf das Mentoring-Programm aufmerksam geworden und wieso haben Sie sich dafür entschieden?

Ann-Kathrin Kisting: Ich bin schon seit über zehn Jahren bei Aon, startete hier mit einem dualen Studium und habe bereits früh eine Führungsrolle übernommen. Auf diesen Erfolg war ich immer stolz, darauf wollte ich mich aber nicht ausruhen. Es ist mir wichtig, mich laufend weiterzuentwickeln und an mir zu arbeiten. Vor zwei Jahren befand ich mich in einer Findungsphase mit dem starken Wunsch nach persönlicher Weiterentwicklung. Ich war mir sicher: Ich will nicht in meinen Aufgaben verwachsen, sondern auch andere Perspektiven kennenlernen – wusste aber nicht konkret, wie. Ich habe mich dann an unsere HR-Abteilung gewandt und meine Bedürfnisse geschildert. Sofort wurde mir das Mentoring-Programm nahegelegt. Ich musste nicht lange überlegen und habe gleich zugesagt. Normalerweise suchen die Personalverantwortlichen im Anschluss passende Mentoren. Ich habe mir damals selbst einen Mentor aus den verschiedenen Unternehmensbereichen ausgesucht – und landete dabei einen Volltreffer. 

Das Programm „Mentor Power“ bietet verschiedene Wege, um an einem Mentoring bei Aon teilzunehmen. Wie hat Ihr Mentoring ausgesehen?

Ann-Kathrin Kisting: Ich habe mich bewusst für einen Mentor von einem anderen Aon Standort entschieden, weil ich mir dadurch noch mehr neue Perspektiven und Denkanstöße erhoffte. Ich wurde nicht enttäuscht! Der Austausch war immer inspirierend und wir konnten beide viele Ideen und neue Impulse für den jeweils anderen Standort mitnehmen. Das Programm lief etwa ein Jahr, allerdings haben wir es nie wirklich offiziell beendet. Ganz im Gegenteil: Wir treffen uns noch regelmäßig, wenn auch seltener, um uns auszutauschen. Während des Programms hatten wir alle zwei Wochen einen festen Termin per Videokonferenz. Ein paar Mal haben wir uns auch persönlich getroffen, da mein Programm aber während der Corona-Pandemie lief, war der persönliche Kontakt natürlich etwas erschwert.  

Wie ging es nach der Auswahl Ihres Mentors weiter?

Ann-Kathrin Kisting: In einem ersten Kick-off-Gespräch mit meinem Mentor haben wir uns kennengelernt, meine persönlichen Ziele besprochen und ausformuliert. Ein solches Gespräch steht am Anfang eines jeden Programms. Denn für ein erfolgreiches Mentoring ist es unheimlich wichtig, ein klares Ziel zu verfolgen und Gespräche und Hilfen danach auszurichten. Dabei kommt es natürlich vor, dass sich Ziele im Laufe der Zeit verändern oder man sich zusätzliche Punkte setzt. Das war auch bei mir so und genau hier sehe ich den großen Vorteil des Mentorings: Es erweitert den Horizont, inspiriert und eröffnet neue Blickwinkel.

Nach dem ersten Gespräch haben wir das Ziel mit der HR-Abteilung abgestimmt. Danach waren wir uns selbst überlassen. Meiner Meinung nach ist das sehr wichtig. Mentee und Mentor müssen sich selbst, ohne Hilfen oder Anleitung von Dritten, aufeinander einstimmen, organisieren und koordinieren, aber vor allem eine Vertrauensbeziehung aufbauen. Denn ein Mentoring ist sehr privat und Vertrauen ist die Voraussetzung für einen offenen und ehrlichen Dialog. Bei uns hat das wunderbar geklappt. Wichtig ist, dass der Mentor keine disziplinarische Verantwortung für seinen Mentee hat, sondern ihn aus rein fachlicher Sicht betreut.

Welche Ziele haben Sie mit dem Programm verfolgt und haben Sie diese erreicht?

Ann-Kathrin Kisting: Mein Ziel war das Networking – auch über verschiedene Regionen hinaus. Da war natürlich ein Mentor von einem anderen Standort bereits der erste Schritt. Während des Programms gab es zusätzlich viele Möglichkeiten, mich zu vernetzen. So durfte ich in verschiedene Projekte reinschnuppern und mir wurden neue Türen geöffnet. Viel wichtiger war mir im Nachhinein aber der inspirierende Austausch und die Tatsache, eine Person an meiner Seite zu haben, der ich zu 100 Prozent vertraue und mit der ich über alles reden kann. Das gilt übrigens auch andersherum, denn der Mentor profitiert ebenso von einem guten Mentorship. Wir haben definitiv viel voneinander gelernt und tun es immer noch.

Rückblickend kann ich sagen, dass ich nicht nur meine anfangs gesetzten Ziele erreicht habe, sondern noch viel mehr. Ich habe andere Sichtweisen kennengelernt und konnte mich neu orientieren. Mein Mentor hat ebenfalls Führungsverantwortung. Da jeder Mensch einen eigenen Führungsstil hat, war auch die gegenseitige Inspiration in diesem Bereich für uns beide sehr interessant.

Würden Sie das Mentoring-Programm weiterempfehlen?

Auf jeden Fall. Ich bin überzeugt, dass der inspirierende Austausch jeden weiterbringt – egal wie die persönliche Zielsetzung lautet – und denke, dass ein solches Programm in jedem Unternehmen angeboten werden sollte. Allerdings ist ein erfolgreiches Mentoring-Programm auch stark von den Personen abhängig. Sowohl Mentor als auch Mentee müssen sich aufeinander einlassen, sich gegenseitig bereichern und irgendwie auch auf einer Wellenlänge schwimmen. Doch wer offen an das Projekt herantritt, kann nur gewinnen. Probieren kostet nichts und am Ende ist man mindestens um eine Erfahrung reicher.

Über das Aon Programm „Mentor Power“

 Mit „Mentor Power“ bietet Aon Mitarbeitenden die Möglichkeit, sich in verschiedenen Bereichen weiterzuentwickeln. Ob ein bestimmtes Projekt, der große Karriereplan oder eine Fertigkeit, die erlernt werden soll: Ziel ist immer die berufliche und persönliche Entwicklung. Dabei kann ein Mentor Berater, Kritiker und Förderer sein – oder dem Mentee einfach einen Einblick in sein Tätigkeitsfeld erlauben. Das Programm beinhaltet einen Mentor-Plan, regelmäßige Gespräche, Unterstützung bei der Entwicklung von Fähigkeiten, Strategien und Entscheidungen, einen praxisnahen Einblick in das Berufsfeld, Zugang zu internen und externen Netzwerken, Tipps für die Lebensplanung, Denkanstöße und ehrliches Feedback zu persönlichen Stärken, Schwächen, Chancen und Risiken.


Zur Person:

Ann-Kathrin Kisting ist 29 Jahre jung, kann bereits auf einen erfolgreichen beruflichen Werdegang zurückblicken und ist seit gut vier Jahren in einer Führungsrolle im Bereich Kundenservice bei Aon tätig. Begonnen hat sie ihre Karriere 2011 mit einem dualen Studium in BWL mit dem Schwerpunkt Versicherung, während dem sie den praktischen Part bereits bei Aon absolvierte. Dort blieb sie nach dem Studium und trat ihre erste Stelle im Kundenservice Management (KSM) bei Aon an. Dabei war ihr das Thema Weiterentwicklung von Anfang an sehr wichtig und so absolvierte Ann-Kathrin Kisting 2017 eine Fortbildung zum Haftpflicht Underwriter, um sich in eine Sparte zu vertiefen.

Gleichzeitig übernahm sie die Gruppenleitung des KSM-Teams in München, bis sie 2020 zur Abteilungsleitung befördert wurde. In dieser Rolle unterstützt sie unter anderem die Regionalleitung mit Themen aus dem Innendienst.

Die Laufbahn von Ann-Kathrin zeigt deutlich: Man lernt nie aus. Und so kann ein Mentoring-Programm auch oder gerade wenn schon viele Erfolge erzielt wurden, eine inspirierende Möglichkeit für neue Impulse darstellen.

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