Hier schreiben regelmäßig Aon Expertinnen und Experten zu aktuellen Entwicklungen in den Themenfeldern Risk Capital und Human Capital. Mit diesen Informationen und Erkenntnissen können Führungskräfte bessere Entscheidungen für ihr Unternehmen treffen.

Saisonaler Hochwasserschutz: Warum Unternehmen jetzt handeln sollten
Tauwetter, Starkregen und steigende Pegel – die unterschätzte Gefahr
Auch wenn aktuell noch weite Teile des Landes eingeschneit sind, dauert es nicht mehr lange, bis der Schnee schmilzt und der Winter langsam zu Ende geht. Damit steigt in Deutschland jedes Jahr das Risiko für Hochwasser deutlich an. Laut Deutschem Wetterdienst führen anhaltende Niederschläge in Verbindung mit schneller Schneeschmelze regelmäßig zu Überflutungen – insbesondere entlang großer Flüsse wie Rhein, Donau und Elbe.
Auch das Hochwasserportal der Bundesländer warnt derzeit vor einer erhöhten Gefährdungslage in mehreren Regionen Süd- und Westdeutschlands (hochwasserzentralen.de).
Jedoch treffen diese jahreszeitlichen Phänomene Unternehmen nicht nur dort, wo Flüsse über die Ufer treten. Immer häufiger kommt es auch in weniger gefährdeten Regionen zu massiven Schäden durch Starkregen, Rückstau oder Grundhochwasser. Das Bundesumweltministerium betont, dass grundsätzlich ein absoluter Hochwasserschutz weder technisch machbar noch wirtschaftlich sinnvoll sei und daher eher ein umfassendes Hochwasserrisikomanagement im Mittelpunkt stehen müsse
Warum vorausschauende Vorsorge für Unternehmen unverzichtbar ist
Der Klimawandel verstärkt laut Gesamtverband der Deutschen Versicherungswirtschaft die Intensität von Extremwetterereignissen kontinuierlich. Allein im Jahr 2023 verursachten Wetterextreme in Deutschland rund 4,9 Milliarden Euro Schadenssumme – ein erheblicher Teil davon durch Starkregen und Hochwasser.
Für Unternehmen bedeutet das:
- Versicherer erhöhen Prämien oder Selbstbehalte, teilweise wird Schutz für besonders gefährdete Standorte ganz verweigert.
- Betriebsunterbrechungen nach Hochwasserereignissen können geschäftskritisch sein.
- Gesetzliche Verpflichtungen bestehen bereits: Nach § 5 Abs. 2 des Wasserhaushaltsgesetzes (WHG) sind betroffene Betriebe verpflichtet, geeignete Hochwasservorsorgemaßnahmen zu treffen.
Wer jetzt handelt, kann nicht nur Schäden verhindern, sondern auch die Versicherbarkeit des Unternehmensstandorts entscheidend verbessern.
Der Aon HochwasserCheck: Ingenieurtechnische Beratung mit Tiefgang
Die Aon Green Services unterstützen Industrieunternehmen mit maßgeschneiderten Lösungen, um Risiken durch Flusshochwasser, Grundhochwasser, Starkregen und Kanalrückstau transparent zu machen und wirksam zu reduzieren.
Im Vordergrund steht ein systematisches, ingenieurtechnisch fundiertes Vorgehen:
Der Hochwasser Check umfasst:
- Standort- und Umgebungsanalysen
- Risikoabschätzungen für verschiedene Hochwassertypen
- Bewertung bestehender Schutzmaßnahmen
- Empfehlungen zu baulichen, organisatorischen und technischen Lösungen
- Priorisierung nach wirtschaftlicher und ökologischer Wirksamkeit
Das Ergebnis: Ein belastbares Konzept, das hilft, Kosten zu optimieren, Versicherbarkeit zu erhöhen und den Schutz der Betriebsstätten nachhaltig zu sichern.
Oder mit den Worten meiner Kollegin Nicole Arndt, Risk Engineering Specialist bei Aon:
„Vorausschauendes Handeln ist der entscheidende Unterschied zwischen kontrolliertem Risiko und existenzbedrohender Krise.“
Fazit: Prävention statt Reaktion
Die aktuelle Wetterlage und das heraufziehende Schmelzwetter zeigen, dass Hochwassergefahr kein theoretisches Risiko ist, sondern eine wiederkehrende Realität. Wer seine Risikostrukturen kennt und frühzeitig Vorsorge trifft, handelt nicht nur gesetzeskonform – er sichert die Zukunftsfähigkeit seines Unternehmens.


