Steigende Risiken durch Drohnenangriffe proaktiv begrenzen

Die Einsatzfelder von Drohnen sind inzwischen sehr vielfältig. Nicht nur die Film- und Werbebranche nutzt die Fluggeräte. Mit ihnen werden Industrieobjekte inspiziert, 3D-Modelle von Gebäuden erstellt, Wetterdaten gemessen sowie Landschafts- und Bodenstrukturen analysiert. Weitere Einsatzgebiete werden folgen. So testen Logistikunternehmen derzeit den Einsatz von Drohnen für Transport und Lieferung von Warensendungen.

Mit diesen Entwicklungen geht eine ständige Verbesserung der Drohnen einher. Sie werden größer, mit zusätzlicher Technik ausgestattet und damit immer leistungsfähiger. Etwas aus dem Blickfeld gerät dabei, dass im Zuge dieses Fortschritts auch das Risikopotenzial durch Drohnen zunimmt – und dies in einem bedenklichen Ausmaß, wie die Aon Risk Maps 2020 zeigen.

Aon Risk Maps 2020: Drohnen-Alarm auf neun internationalen Flughäfen

Auf neun internationalen Flughäfen, darunter Dubai, London-Heathrow und Frankfurt, mussten im vergangenen Jahr Flüge wegen Drohnen-Alarm gestrichen werden. Teils blieb den Betreibern nichts anderes übrig, als den Airport zeitweilig komplett zu schließen. Von Drohnenangriffen waren auch Großveranstalter betroffen. Sie mussten vier Mal größtenteils wegen Hobby-Drohnenpiloten ihre Notfallpläne aktivieren und umsetzen. Auch Industrieunternehmen sollten sich künftig mit diesem Risiko auseinandersetzen.

Die Tatsache, dass Drohnen immer größere Reichweiten auch mit schwereren Nutzlasten zurücklegen können, weckt zusehends auch das Interesse von Terroristen. Sie haben diese Fluggeräte längst in ihr Arsenal aufgenommen und testen ihren Einsatz als Waffen. Von solchen Aktivitäten geht auch eine erhöhte Gefährdung für Industrieunternehmen aus, wenngleich es bislang erfreulicherweise noch keine derartigen Vorfälle gegeben hat.

Angriffsszenarien durch Drohnen ins Risikomanagement integrieren

Dennoch gilt es, das Bewusstsein für dieses wachsende Betriebsrisiko zu schärfen. Angriffsszenarien durch Drohnen sollten daher geprüft und erforderliche Maßnahmen ins Risikomanagement aufgenommen werden. So könnten sich erste Aktivitäten darauf konzentrieren, kritische Punkte in ungeschützten Außenbereichen zu identifizieren und durch geeignete Schutzmaßnahmen zu sichern. Hierfür können auch die Erkenntnisse aus gemeinsamen Risikobesichtigungen genutzt werden. Aon unterstützt Unternehmen auch hier mit dem Ziel, das Schadenspotenzial proaktiv zu begrenzen und so Betriebsunterbrechungsrisiken zu vermeiden.

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Julia Günther
Junior Spartenspezialistin Terror/Sach - German Broking Center
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