Moderne Wohnbauarchitektur am Potsdamer Platz, Berlin

Investitionen in Bau- und Montageprojekte finden unverändert auf hohem Niveau statt. Kombinierte Projektversicherungen bilden den etablierten Standard: Der Bauherr und alle am Bau tätigen Haupt- und Subunternehmer sowie Planer, Architekten und Ingenieure sind umfassend abgesichert.

Marktsituation

Auch in Zeiten der COVID-19-Pandemie boomt die Baubranche. Bauherren und Investoren planen und realisieren nach wie vor zahlreiche Projekte. In der Folge besteht eine unverändert hohe Nachfrage nach geeigneten Versicherungslösungen. Beachtlich ist hierbei die gestiegene Erwartungshaltung der Investoren an deren Qualität: In den Vordergrund rückt zunehmend eine qualifizierte Beratung. Hinzu kommen Anforderungen an eine risikoadäquate Absicherung, Planungssicherheit sowie Kosten- und Prozesskontrolle.

Nach
2 Jahren
Marktverhärtungen gibt es erste Zeichen der Stabilisierung.

Hierbei hält der Trend an, Gesamtlösungen für alle Risiken und Beteiligten anzuwenden. So sichern z. B. die Beteiligten Bauleistungs-/Montagerisiken und die Haftpflichtrisiken für alle am Projekt Beteiligten über kombinierte Projektlösungen statt über Einzelversicherungen ab. Neu ist, dass dies nicht nur bei komplexen Bauprojekten, sondern zunehmend auch bei weniger umfangreichen Vorhaben umgesetzt wird. Spezialisierte Maklerhäuser nehmen sowohl in der Beratung als auch der versicherungstechnischen Umsetzung im Zentrum der Gesamtlösungen eine entscheidende Rolle ein. Dies gilt insbesondere auch in der Funktion als Schnittstelle und Vermittler der unterschiedlichen Interessen zwischen allen Beteiligten.

Trotz eines anhaltend hohen Prämienniveaus können sich Investoren auf sehr gute Deckungskonzepte und -inhalte verlassen. Dies ist nicht selbstverständlich. Vielmehr ist ein konsequentes Risikomanagement essenziell, um auch für komplexe Projekte ein bestmögliches Ergebnis am Markt zu erreichen. Wichtig ist insbesondere die Erstellung von aussagekräftigen Risikoinformationen. Hinzu kommt eine professionelle Begleitung im Schadenfall, um restriktivem Regulierungsverhalten entgegenzutreten. Beides können spezialisierte Makler in ihrer klassischen Rolle in Zusammenarbeit mit ihrem Kunden übernehmen.

Ausblick

Nachdem sich der Versicherungsmarkt für Projektversicherungen – insbesondere auf internationalen Märkten – in den letzten zwei Jahren deutlich verhärtet hat, sind inzwischen erste Zeichen für eine Stabilisierung erkennbar. Kombinierte Projektversicherungen werden von einer wachsenden Zahl von Versicherern angeboten, auch wenn einzelne Versicherer eine verhaltene Zeichnungspolitik verfolgen oder einzelne Deckungsbausteine nicht anbieten werden.

Insgesamt stellen Versicherer nach wie vor umfangreichen Versicherungsschutz mit hochwertigen Inhalten und hohen Kapazitäten zur Verfügung. Die Zahl potenzieller Führungsversicherer für Großprojekte bleibt dabei auf gleichem Niveau.

Markttrends

Technische Risikoprävention nimmt eine zunehmend wichtige Rolle ein, um den gestiegenen Erwartungen der Versicherer für eine bessere Versicherbarkeit der Risiken und den entsprechenden Konditionen zu begegnen. Die praktische Einsatzfähigkeit hat sich in den letzten Jahren insbesondere durch fortschreitende Digitalisierung stark entwickelt. So können z. B. Brand- und Leitungswasserschäden durch digitale Hilfsmittel wie mobile Feuer- und Leitungswächter schnell detektiert, an die richtigen Stellen gemeldet und in ihrem Ausmaß begrenzt werden.

Holzhybrid-Bauwerke sind auf dem Vor­marsch. Sorgen hin­sichtlich des Brand­schutzes bestehen nicht mehr. Nach­haltigere Gebäude verschiedenen Typs werden verstärkt nach­gefragt.

Sebastian Korcz

Die neuen Hilfsmittel können zügig und unkompliziert dem jeweiligen Bautenstand angepasst werden. Auch für die Prävention von Personenschäden haben sich die technischen Möglichkeiten, z. B. durch die Entwicklung von Näherungsalarmsensoren, weiterentwickelt. Kosten und Nutzen stehen dabei in einem günstigen Verhältnis.

Aufgrund der hohen Nachfrage sind wichtige Rohstoffpreise unter Druck und die Baukosten steigen insgesamt sprunghaft an. Die öffentlichkeitswirksame Verdoppelung der Rohstoffpreise etwa für Holz belegt dies in einem Teilaspekt anschaulich. In diesem Kontext sind innovative neue Absicherungsmöglichkeiten entwickelt worden. Sie können der Bauwirtschaft bereits in ausgewählten Bereichen angeboten werden.

Neue Kooperationsmodelle zielen auf eine bessere Planbarkeit und eine weitere Begrenzung von Zeit- und Kostenrisiken ab. Hierzu zählen z. B. Lösungen in Form von IPD-Verträgen (Integrated Project Delivery). Auch das verstärkt eingesetzte Building Information Modeling (BIM) bietet hier Chancen.

Gerade Mehrparteienverträge legen eine kombinierte Projektversicherung besonders nahe, da sie den transparenten und gemeinschaftlichen Projektansatz am besten widerspiegelt.

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