Die weltweite Bedrohung durch Terroranschläge steigt. Weltweit verbreitete Ideologien und globale Ereignisse wie die Covid-19-Pandemie erhöhen die Gefahrenlage. Unternehmen zeigen deshalb verstärktes Interesse an Versicherungskonzepten, die den Geschäftsbetrieb gegen existenzgefährdende Folgen von Terrorrisiken absichern.

Terrorgefahren

Eine hohe Anzahl bedeutender geopolitischer Gefahren bedrohte im vergangenen Jahr Menschen und Unternehmen. Viele von diesen Gefahrenlagen bleiben bestehen. Mehr noch: Es ist damit zu rechnen, dass weitere Risikosituationen auftauchen werden. Die zivilen Unruhen in Hongkong, Paris und Santiago trafen viele unvorbereitet und enthüllten eine zunehmende unterschwellige Unzufriedenheit – dies wird auch ein Merkmal der Risikolandschaft in diesem Jahr sein. Zudem werden sozioökonomische und ökologische Faktoren weiter an Bedeutung gewinnen und Freiräume für politisch motivierte Unruhen und rechte Gewalt eröffnen.

Ein Blick auf die globalen Entwicklungen zeigt es unmissverständlich: Nahezu bei der Hälfte aller Länder und Gebiete weltweit besteht ein erhöhtes Terrorismusrisiko. Dies spiegelt die zunehmende Verbreitung der Bedrohung durch Terrorismus wider, motiviert durch zahlreiche extremistische Ideologien. Die Zahl rechtsextremer Terroranschläge hat sich in den letzten fünf aufeinanderfolgenden Jahren erhöht und in den letzten drei Jahren verdoppelt. Denken wir nur an die Taten von Einzeltätern in Christchurch und Halle im vergangenen Jahr.

Die Bedrohungslage in jedem Land oder Territorium beruht zwar in erster Linie auf lokalen Missständen, wird aber weiterhin von weltweit verbreiteten Ideologien ebenso verstärkt wie von globalen Ereignissen, wie aktuell die Covid-19-Pandemie. Auch in Europa gab es in den zurückliegenden 13 Monaten Terroranschläge, die sich insbesondere gegen systemkritische Infrastrukturen, Verbrauchermärkte und Finanzinstitutionen richteten.