Optimismus nach der Corona-Krise – Top-Manager reagieren auf neue Risiken

Fast zwei Jahre sind vergangen, seit der Ausbruch der Corona-Pandemie die ganze Welt überraschte und schlagartig alles veränderte. Sowohl im privaten als auch im beruflichen Bereich haben wir gelernt, Dinge mit anderen Augen zu betrachten. Neue Formen der Kommunikation und der Arbeit etablierten sich schlagartig, private und berufliche Treffen wurden digitalisiert. Inzwischen wird heiß über das Ende der epidemiologischen Lage in Deutschland diskutiert. Doch was haben wir eigentlich in den letzten Monaten gelernt? Was lief gut und was hätten wir besser machen können? Zeit zurückzublicken und ein Resümee zu ziehen. Die im Sommer durchgeführte Aon-Studie „A New Approach to Volatility: The Importance of Making Better Decisions“ zeichnet eine optimistische Zukunft.

Im Rahmen der Studie wurden 800 Führungspersonen internationaler Großunternehmen in Nordamerika und Europa mit mindestens 500 Mitarbeitern über ihre Erkenntnisse aus der Pandemie befragt. Das Ergebnis: Rund 18 Monate nach Pandemiebeginn blicken die Befragten optimistisch in die Zukunft. So beurteilen 80 Prozent die wirtschaftliche Lage als ausgezeichnet oder gut – das sind mehr als 20 Prozent als 2020. Mehr noch: 92 Prozent der Befragten in Nordamerika erwarten eine weitere wirtschaftliche Verbesserung im nächsten Jahr. Mit 85 Prozent, sind die europäischen Top-Manager hier nur geringfügig weniger optimistisch.

Erfolgreiche Krisenbewältigung

Besonders erfreulich: Mehr als zwei Drittel der Befragten, geben an, dass das Unternehmen an der Krise gewachsen ist und sogar an Stärke gewonnen hat. Diese positive Entwicklung könnte auch ausschlaggebend dafür gewesen sein, die Haltung zu Risiken im Allgemeinen zu überdenken. Immerhin rund 85 Prozent der Unternehmen sind beispielsweise beim Thema Technologie heute risikofreudiger als vor der Krise. Die Erfahrung, dass auch eine vollkommen unerwartete Situation wie eine Pandemie erfolgreich bewältigt werden kann, hat den Blickwinkel verändert. Gleichzeitig wurden im Verlauf der letzten Monate neue Risiken und Schwachstellen enttarnt, was bei vielen Top-Managern den Risikoblick geschärft und sie veranlasst hat, entsprechend zu reagieren.

Insgesamt scheint nichts ohne ein ganzheitliches Denken zu funktionieren – eine wichtige Kernerkenntnis zur Einschätzung und Bewältigung von Risiken. Dies zeigt die Tatsache, dass vor allem die Unternehmen, die gestärkt aus der Corona-Krise hervorgegangen sind, großen Wert darauf gelegt haben, ihr Top-Management umfassend in das Risiko-Management einzubeziehen und neben Analysen auch auf die Expertise interner und externer Fachleute vertraut haben.

Die Corona-Krise hat also nicht dazu geführt, dass Unternehmen risikoscheuer geworden sind, im Gegenteil. Aber es wird mehr Wert darauf gelegt, Risiken ganzheitlich zu analysieren und systematischer zu bewerten.

Infografik Umgang mit Risiken Corona

Die vollständige Studie mit allen Ergebnissen können Sie sich hier kostenfrei herunterladen.

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Martin Stumpe
Executive Director – Multinational Clients Mitglied der Geschäftsleitung
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